Dr. (ROU) Heinrich Düringer | Online Termin vereinbaren

Impfung Covid 19 Bitte vereinbaren Sie Ihren Termin zur Impfung

Schutz oder Risiko?

Schutzimpfungen zählen zu den effektivsten und kostengünstigsten Präventivmaßnahmen der modernen Medizin. Keine andere medizinische Maßnahme hat so viel zur Gesunderhaltung des Menschen beigetragen wie die Schutzimpfungen.
Welche unterschiedlichen Impfstoffe gibt es?
Für den Aufbau des Impfschutzes gegen verschiedene Infektionskrankheiten stehen unterschiedliche Impfstoffarten zur Verfügung. Man unterscheidet dabei zwischen Totimpfstoffen (inaktivierte Impfstoffe) und abgeschwächten Lebendimpfstoffen.

Totimpfstoffe

Totimpfstoffe - oder inaktivierte Impfstoffe - enthalten entsprechend ihrer Bezeichnung nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können, oder auch nur Bestandteile der Erreger. Diese werden vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an, ohne das die jeweilige Krankheit ausbricht.

"Totimpfstoff" ist zudem eine unscharfe Bezeichnung. Eng gefasst sind Totimpfstoffe die Impfstoffe, die abgetötete Krankheitserreger enthalten. Dann sind die Impfstoffe von Novavax und Sanofi-GSK jedoch keine Totimpfstoffe. Weit gefasst sind Totimpfstoffe alle Impfstoffe, die keine lebenden Krankheitserreger enthalten. Dann sind allerdings die mRNA- und Vektor-Impfstoffe auch Totimpfstoffe. Totimpfstoffe lassen sich grob in fünf Klassen einteilen:

Vollimpfstoffe oder Ganzpartikelimpfstoffe enthalten ganze, inaktivierte Krankheitserreger (z.B. ganze Viren), die mittels einer kombinierten Anwendung chemischer Substanzen (z.B. Formaldehyd, beta-Propiolacton oder Psoralen) abgetötet wurden (Virusinaktivierung).

Spaltimpfstoffe sind Impfstoffe, die nur noch inaktive Teile des Krankheitserregers enthalten. Toxoidimpfstoffe enthalten. Diese Fragmentierung wird durch Zerstörung der Erregeroberfläche mit Detergentien oder starken organischen Lösungsmitteln erreicht.

Subunit-Impfstoffe enthalten nur spezifische Komponenten des Krankheitserregers, die aus ihm herausgelöst (z.B. Neuraminidase-Proteine) oder rekombinant hergestellt wur- den. Ist die Subunit selbst kein Protein (z.B. ein Polysaccharid), kann die Immuno- genität durch Konjugation an ein Carrier-Protein gesteigert werden ("Konjugatimpf-stoff").

Toxoidimpfstoff enthalten inaktivierte Toxine der Erreger. Die Antigene und der damit verbundenen immunisierenden Effekt bleibt dabei jedoch erhalten.

Konjugatimpfstoff Bei einem Konjugatimpfstoff ist das Antigen, zumeist bestehend aus Polysacchariden der Erregerkapsel, an ein Eiweiß (Proteinträgermolekül) gebunden.

Neuere Formen von Totimpfstoffen sind Peptidimpfstoffe, virale Vektoren oder RNA-Impfstoffe. Im letzteren Fall wird nicht das Antigen selbst verabreicht, sondern dessen RNA in Körperzellen eingeschleust. Die Körperzellen produzieren auf der Basis der genetischen Information dann selbst das Antigen, gegen das eine Immunantwort gewünscht wird. Auf dem gleichen Prinzip beruhen DNA-Impfstoffe, die jedoch zur Zeit (2020) nicht in der Humanmedizin eingesetzt werden.
Genbasierte Impfstoffe: mRNA-Impfstoffe und Vektor-Impfstoffe setzen keine Viren ein Eine Impfung mit einem Vektor- und mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 regt die Zellen an der Einstichstelle an, für kurze Zeit das Spike-Molekül des Coronavirus zu bilden. Das Immunsystem reagiert darauf, behält das Spike-Protein im Gedächtnis und ist für die Abwehr vorbereitet, wenn es später mit dem echten Virus konfrontiert wird.

Lebendimpfstoffe

Lebendimpfstoffe enthalten geringe Mengen vermehrungsfähiger Krankheitserreger, die jedoch so abgeschwächt wurden, dass sie die Erkrankung selbst nicht auslösen. Nur in seltenen Fällen können sie zu einer leichten "Impfkrankheit" führen – wie bei den sogenannten Impfmasern. Dies ist ein leichter, masernähnlicher Ausschlag, der einige Woche nach der Impfung auftreten kann und nicht ansteckend ist.

Standige Impfkomision (STIKO)

Auch für Schwangere gilt: Nichtimpfen ist gefährlicher als Impfen!

Wissenschaftlich fundierte Texte für Schwangere zu Corona-Impfungen: